Wilkommen auf unserer Homepage
Bericht über unseren Transport im Mogilever TV
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Pressebericht über die Ferienkinder in der Kölner Rundschau vom 13.08.2011
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Bilder vom Abschlußfest der Ferienkinderaktion 2011
Gruppenbild der Ferienkinder
Ein Hörgerät für Vanja
Vanja fühlt sich in Deutschland pudelwohl. (Bild: Stockem)Von Stefanie Stockem, 09.08.11
Der dreijährige Vanja hat ein Loch im Herzen und ist fast taub. Die
Tschernobyl-Hilfe Erftstadt hat den Jungen mit seiner Mutter nach
Deutschland geholt, wo er ein Hörgerät bekommt - alles finanziert
aus Spenden.
Es gefällt Vanja Deinenko sehr gut bei „Onkel Frohn“ in Deutschland. „Ich habe hier ganz viele Spielsachen“, sagt der dreijährige Junge aus Mogilew in Weißrussland. Er ist mit seiner Mutter Irina Deinenko (27) nach Deutschland gekommen, um hier ärztlich untersucht und behandelt zu werden. Bei seiner Geburt hatte er ein Loch im Herzen und wurde mehrfach operiert. Die Ärzte hatten ihm nicht viel Zeit gegeben, aber Vanja ist zäh. Mit seinen drei Jahren hat er schon einen Herzschrittmacher, sein Zwillingsbruder hingegen ist gesund.Durch eine lange Antibiotika-Therapie aufgrund einer falsch diagnostizierten Lungenentzündung ist Vanja beinahe taub.
Sein Gehör wird immer schlechter, auch das Hörgerät hilft ihm wenig. Deshalb hat sich seine Muter voriges Jahr an den Verein „Hilfe für Tschernobyl geschädigte Kinder Erftstadt“
gewandt. Der Vorsitzende Willi Frohn (75) hat sich daraufhin mit den Vereinsmitgliedern beraten und den Jungen
eingeladen. In der Uniklinik Köln ermöglichten Professor Karl-Bernd
Hüttenbrink und Dr. Antoniu Gostian eine kostenlose Untersuchung. Die ergab, dass ein stärkeres Hörgerät die beste Lösung sei. Der Hörgeräteakustikermeister Joachim Dost aus Erftstadt hat sich bereit
erklärt, Vanja kostenfrei zu helfen. Noch diese Woche spielt
er eine neue Software auf das Hörgerät
auf, wodurch der Junge besser hören wird, ohne sich an ein neues Gerät gewöhnen zu müssen.
„Offiziell gibt es keinen Zusammenhang zwischen Vanjas Erkrankung und dem Reaktorunfall in Tschernobyl“, sagt Frohn. „Der ist dort längst abgehakt.“ Trotz allem ist der Junge sehr aufgeweckt. Seine
Mutter kümmere sich rührend um ihn und übe jeden Tag mit ihm sprechen, erzählt Frohn. Seit einer Woche sind die beiden in Deutschland und bleiben hier, bis alle Tests abgeschlossen sind und
Vanjas Hörgerät richtig funktioniert. Irina Deinenko, selbst Diabetikerin, ist froh, „dass es jetzt eine richtige Diagnose gibt und Vanja geholfen wird. Das war unsere letzte Hoffnung.“ Sie ist dem
Verein und Herrn Frohn sehr dankbar, ihre Familie hätte die Reise, Unterkunft, Untersuchung
und Behandlung nicht bezahlen können. „Wir bekommen viele Briefe mit Bittgesuchen“ erzählt Frohn. „Leider können wir nicht allen helfen, denn wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch
Spenden.“ Der Verein, der seit 1993 existiert, organisiert auch Hilfstransporte, Kinderpatenschaften
und einen regelmäßigen Ärzte-Austausch. Einmal im Jahr veranstaltet er eine Kindererholung für Kinder aus Mogilew, die bei Gastfamilien aus
dem Kreis untergebracht werden. Zurzeit sind 28 Jungen und Mädchen für vier Wochen hier und bekommen ein buntes Programm geboten, zum Beispiel einen Besuch im Phantasialand. Im März holte der Verein
die 20-jährige Hanna nach Deutschland. Ihr Gesicht
war durch Krebs und Chemotherapien entstellt, in einer 20-stündigen Operation in der Unklinik Köln wurde ihr geholfen. Auch Vanja muss jetzt jedes Jahr für eine Nachuntersuchung wiederkommen. Seine Mutter hofft, dass „er bald besser hören und
ein so normales Leben wie möglich führen kann.“
Bericht vom operativen Workshop für Frauenärzte in Mogilev
Vom 21. bis zum 25.05.2011 hatte ich erneut die Ehre mit dem
gynäkologischen Team unter Prof. Dr. Römer sowie mit dem Vereinsvorsitzenden Willi Frohn nach Mogilew reisen zu dürfen, um dort einen weiteren operativen Workshop für Frauenärzte im Krankenhaus
durchzuführen. Nach dem sehr schönen und auch ziemlich aufregenden Aufenthalt in Mogilew im November 2009, freute ich mich schon sehr darauf Übersetzerin Alla, die Ärzte und die vielen
anderen, die uns beim letzten Mal so herzlich empfangen hatten, wiederzusehen und sollte nicht enttäuscht werden. Auch wenn uns bei diesem erneuten Besuch vieles sehr vertraut vorkam, war jedoch ein
herausragender Unterschied festzustellen: Das Wetter! Wie von allen
versprochen, zeigte sich Weißrussland diesmal von seiner schönen Seite: mit Sonne, rapsgelben Feldern, den Birkenwäldern und vor allem den zahlreichen Störchen wirkten die Plattenbauten kaum noch
grau. Kein Vergleich zu unserem letzten Besuch im verregneten
November. Der Kurs im Krankenhaus Nr. 1 in Mogilew lief ähnlich ab wie beim letzten Mal, nur dass in diesem Jahr auch Gynäkologen aus anderen weißrussischen Provinzen anwesend
waren. Von der Firma Karl Storz waren dazu aus Deutschland. bereits zahlreiche Kisten mit operativen Instrumenten und Zubehör geliefertworden, da das Krankenhaus noch immer nicht mit den entsprechenden Geräten ausreichend ausgestattet ist, obwohl Dr. Korolewitsch
mittlerweile sehr versiert und weiterhin auch engagiert ist. Nach vorbereitenden Untersuchungen und Gesprächen mit den Patientinnen am Sonntag konnten Montag und Dienstag insgesamt 15 Operationen
durchgeführt werden, bei denen zahlreiche weißrussische Ärzte mitanwesend waren und welche überwiegend selbstständig durch die OP-Schwestern aus dem Mogilewer Krankenhaus assistiert wurden. Es wurden
verschiedene gering invasive Eingriffe durchgeführt und dazu überwiegend Patientinnen ausgewählt, die ansonsten dort nicht zu behandeln gewesen wären. Anders als beim letzten Kurs in 2009 wurde auf
Vorträge weitestgehend verzichtet, sondern unmittelbar nach der jeweiligen Operation am „runden Tisch“ Fragen beantwortet bzw. diskutiert, was bei den Kursteilnehmern sehr gut ankam. Dabei fiel
noch mal auf, dass insgesamt ein großes Interesse besteht die gezeigten Operationsverfahren zu erlernen und anzuwenden. Leider wurde aber auch wieder deutlich, dass mit einer schnellen Umsetzung
nicht durch mangelnden Willen, sondern aufgrund von politischen Reglementierungen und unzureichenden finanziellen Möglichkeiten, nicht allzu bald zu rechnen ist. Umso schöner und zufriedenstellender
war es zu sehen, was sich in den letzten Jahren
durch das Engagement vieler trotz alledem schon verändert hat und erreicht wurde. Um dies weiter zu unterstützen und voranzubringen organisierte der Verein, bzw. vor Ort Alla
Serjoshkina, eine Einladung zu einem Gespräch mit dem Gouverneur, bei dem auch
verschiedene Pressevertreter anwesend waren. Der Gouverneur ließ sich jedoch aufgrund der Finanzkrise mit der gerade verordneten Währungsabwertung entschuldigen und wurde durch seine Stellvertreter
vertreten. Auch wenn die aktuelle politische Situation diessicherlich erschwert bzw. verzögert, konnte ich doch den Eindruck gewinnen, dass von der weißrussischen Bevölkerung, den Ärzten und auch der
Politik große Dankbarkeit für das bereits erreichte und auch Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit besteht, um die
medizinische Weiterentwicklung und Ausbildung zu fördern. Wenn ich es nach meinem ersten Besuch in Mogilew
noch nicht war, dann bin ich spätestens seit diesem Mal mit dem von Willi Frohn bezeichneten (uns selbst auch eindeutig davon befallenen) „Mogilew-Virus“
infiziert. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen diesesschönen Landes, obwohl sie an sehr vielen Fronten zu kämpfen haben und sich dabei so gut wie nie beklagen, ist unbeschreiblich und
es haben sich schon wirkliche Freundschaften entwickelt. Auch mit den
Patenkindern und deren Familien, die wir auch diesmal wieder treffen durften, sind mittlerweile viele Freundschaften entstanden und es tut gut zu sehen, dass die Hilfe direkt ankommt und etwas
bewirkt.
Dr. Dorit Krarmer
Kindererholung 2011
Kinderkönigsschießen bei den St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lechenich
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Pressetermin bei der Übergabe des Rollstuhles
Die Deutschen haben dem Mogiljower Rollstuhlsportler Dimitrij Schapowalow geholfen, mobiler zu werden.
Das Leben "nachladen"
Seid dem Dimitrij vor 10 Jahren eine Verletzung der Wirbelsäule bekommen hat, ist der Rollstuhl für ihn zum einzigsten Fahrmittel geworden. Sein Leben hat sich in 2 Teile geteilt: "Vor" und "Nach" der Verletzung.
Alles, was "Vor" war, fällt jetzt schwer, sogar die einfachsten Sachen, z.B. sich zoo bedienen, die Kontakte mit der gesellschaftlichen Umwelt sind besonders kompliziert geworden. Einige, die in solcher Situation sich finden, schliessen sich von der Aussenwelt ab, die Anderen werden zum Säufer. Es gibt aber auch solche, die nach einem Weg zum weiteren Leben suchen.
"Wenn man sieht, dass die anderen Menschen im Rollstuhl auch das vollwertige Leben führen können, bekome ich selber nicht so viel Angst,-" sagt 32-jähriger Dimitrij. "Man versteht, dass das Leben noch nicht zu Ende ist und man muss vorankommen."
Der Sport hat ihm geholfen: Tischtennis und Basketball, Leichtathletik und Rollstuhlrennen sind zu seinem Hobby geworden. Er ist ein der aktivsten Mitglieder des Gebietssportvereins für Behinderte, der 124 Behinderte vereinigt.
"Vor kurzen hatte republikanische Basketballmeisterschaft für die Rollstuhlfahrer stattgefunden und Dimitrij Schapowalow war einer der besten Spieler" erzählt der Trainer des Vereins Alexander Osipow. "Er ist bestrebt, sich nicht einsam zu fühlen, kommuniziert mit den Freunden, die er durch den Sport gewonnen hat".
Obwohl er relativ weit vom Stadtzentrum wohnt ( vor 5 Jahren hat er eine soziale Wohnung bekommen) gibt er sich Mühe, sich regelmäsßig mit den Freunden zu treffen, genau so regelmäsßig fährt er mit öffentlichen Verkehrsmitten (was bei uns nicht selbstverständlich ist. Nur einige Linienbusse sind für die Rollstühler geeignet) zu Training. Aber auf eigener Achse und so weit ist es schwierig; die ganze Zeit muss man die Räder von Hand drehen und die Arme anstrengen. Obwohl sein Rollstuhl ein der besten Rollstühle von einem etablierten weissrussischen Hersteller ist, kann man ihn leider mit einem deutschen oder schwedischen Rohlstuhl, den er einmal getestet hat, nicht vergleichen. Läсhelnd sagt er: „ das ist ungefähr ein solches Gefühl wie nach "Shiguli" ein ausländisches Auto zu fahren".
Aber jetzt wird Dimitrij auch mobiler sein: er hat als Geschenk über den deutschen Verein "Hilfe für Tschernobyl geschädigte Kinder e.V. Erftstadt" einen Elektrorollstuhl bekommen. Der Verein, dessen Vorsitzender H. Willi Frohn ist, hilft seit vielen Jahren den Mogiljowern mit vielen humanitären Projekten und Aktionen.
Diese Technik wurde von einem gutherzigen Sponsor über den Verein übergeben und der Sponsor hat sich sogar um eine Gemütlichkeit für den zukünftigen Fahrer gekümmert, eine gestrickte Decke und eine Tasche waren auch dabei. So eine rührende und unvergessliche Kleinigkeit....
Die Handhabung und Steuerung ist auch einfach, nachladen und ca. 15-20 km kann man fahren.
Für die deutschen Behinderten ist ein solcher Elektrorollstuhl mit einem weichen Sitz selbstverständlich, für unsere Rollstuhlfahrer aber ist es eine Seltenheit.
"Das ist nicht das erste Spezialfahrmittel, das die Behinderten (Kinder und Erwachsenen) in Mogilew über den Verein aus Erftstadt bekommen haben,sagt die Dolmetscherin Alla Serjoshkina. " Wir hoffen, dass der Verein auch in der Zukunft mit solcher für die Behinderten lebenswichtigen Hilfe die Behinderten weiter unterstützen wird. Jedes Jahr organisieren die deutschen Freunde und Sponsoren ca. 10-15 Rollstühle, die mit dem Hilfstransport (bis jetzt 2 Mal im Jahr) nach Mogilew gebracht und an die Krankenhäuser und an die Behinderten übergeben werden. Die Menschen mit gesundheitlichen eingeschränkten Möglichkeiten bedanken sich herzlich für solche Hilfe, die Deutschen geben diesen Menschen eine Chance nicht nur "in ihren vier Wänden zu sitzen".
"Es ist nicht ausreichend nur solches Fahrmittel zu besitzen, man muss eine aktive Stellung im Leben haben" sagt der Chefarzt des medizinischen Sportzentrums V.Rublewskij. " Wir hoffen, dass diese "Kluge Technik" für Dimitrij eine Motivation sein wird, weitere Fortschritte im Leben und im Sport zu erreichen. Vielleicht sehen wir Dimitrij Schapowalow irgendwann unter den weissrussischen Paraolympiaspiele